Heinrich Schütz - Schwanengesang

27. Mai 2022 | 19 Uhr

Eine Hommage zum 350. Todestag des Komponisten mit letzten Klängen und letzten Worten berühmter Menschen

Das Veranstaltungsformat "Letzte Worte – letzte Klänge" inszeniert eine Begegnung von Wort und Kirchenmusik in einer ungewöhnlichen Konstellation. Das selten aufgeführte letzte Werk des Barockkomponisten Heinrich Schütz, dessen 350. Todestag sich 2022 jährt, wird mit letzten Worten bedeutender Persönlichkeiten konfrontiert. Im Mittelpunkt steht eine Vertonung des größten Psalms der Bibel, Psalm 119. Ausführende sind das auf frühbarocke Musik spezialisierte Vokalsolisten Ensemble Gli Scarlattisti unter der Leitung von Jochen Arnold und Pastorin Christine Tergau-Harms.

Musik: Gli Scarlattisti Vokalsolisten 

Lesungen: Christine Tergau-Harms, Pastorin, Leiterin Stadtkloster – Kirche der Stille

Leitung: Jochen Arnold, Direktor des Michaelisklosters Hildesheim

Kartenvorverkauf über reservix:
Kirchenschiff: 20 € /erm. 17 €; Empore: 15 € / erm. 12 €, freie Platzwahl

Restkarten an der Abendkasse:
Kirchenschiff: 22 € / erm. 19 €; Empore: 17 € / erm. 14. €, freie Platzwahl

2. Juni 2022 | 19.30 – 21.00 Uhr

HÖR- UND SINGABEND ZUM SCHWANENGESANG

Eine Annäherung an das Besondere von Heinrich Schütz

Der Musiker, Chorleiter und Komponist Wolfgang Teichmann gibt kleine Einführungen zum Komponisten Heinrich Schütz und zu seinem letzten Werk und leitet an zum vertiefenden Hineinhören, zum Entdecken der musikalischen Gestaltungsformen der alten Psalmworte und zum meditativen Singen einzelner Passagen.    

Leitung: Christine Tergau-Harms, Pastorin, Leiterin Stadtkloster – Kirche der Stille;
Referent: Wolfgang Teichmann, Musiker, Chorleiter, Komponist und Klangsucher, Dassel | www.teichklang.de

Teilnahmebeitrag: 10 €

Bitte hier anmelden

Besuch vom zeitzeichen-Redakteur Stephan Kosch

Das Magazin „zeitzeichen – Evangelische Kommentare zu Religion und Gesellschaft“ widmet den Themenschwerpunkt der März-Ausgabe 2022 dem Thema Spiritualität.
Aus diesem Anlass war der Journalist Stephan Kosch zweimal zu Besuch im Stadtkloster – Kirche der Stille und nahm zu Forschungszwecken und aus eigenem Interesse an der MontagsMeditation und an einem Einführungstag ins Herzensgebet teil. Die Leitung der Kirche der Stille war beeindruckt von der Leidenschaftlichkeit dieser „Probe aufs Exempel“, wie er es selbst nannte, von seinen tiefsinnigen Fragen und dem spannenden Diskurs, der sich daraus entspann.

Den Bericht von Stephan Kosch hat uns die zeitzeichen-Redaktion freundlicherweise zum Download zur Verfügung gestellt.

Text zum Download

Der Themenschwerpunkt der Zeitschriftausgabe macht sich auf Spurensuche und spannt einen Bogen von biographischen Erfahrungen und Gegenwartsbeobachtungen zur historischen und theologischen Begriffsklärung und zu den Besonderheiten einer „Evangelischen Spiritualität“.

Mehr unter zeitzeichen.de

Schnuppertag in der Kirche der Stille

Die neue Pastorin in der Kirche der Stille, Christine Tergau-Harms, lädt Interessierte zu Meditation und Stille ein

Foto: Sabine Dörfel

Sanft schlägt Pastorin Christine Tergau-Harms mit dem filzbezogenen weißen Klöppel gegen die große goldglänzende Klangschale. Der  langgezogene, schwingende Ton verklingt langsam in dem hohen Kirchenraum. 15 Menschen sitzen still auf runden Kissen oder kleinen Holzbänkchen. Es ist Montagabend, 19 Uhr. Die Pastorin hat soeben das wöchentliche Meditationstreffen eröffnet, bei dem die Teilnehmenden sich im hannoverschen „Stadtkloster – Kirche der Stille“ zu einem „Gebet der Ruhe“ versammelt haben. In der folgenden Stunde üben sie das Schweigen im Sitzen und Gehen, hören kurze Texte, beten mit Gebärden und Worten und lernen, achtsam ihren Körper zu spüren.

Dort, wo Pastorin Tergau-Harms arbeitet, ist es oft still. Seit rund 100 Tagen ist die Theologin jetzt Pastorin in der Kirche der Stille auf dem Kronsberg. Sie führt das besondere Projekt weiter, das die Landeskirche Hannovers 2014 als Pilotvorhaben gestartet und jetzt zu einem dauerhaften Bestandteil der hannoverschen Kirchenlandschaft gemacht hat. „Die Menschen heute suchen nach neuen Formen spiritueller Angebote“, sagt die 58-Jährige. „In der christlichen Tradition gibt es eine Praxis der ganzheitlichen Spiritualität und Mystik, auch wenn das lange in Vergessenheit geraten ist.“ An diese Tradition anzuknüpfen und sie heutigen Menschen zugänglich zu machen, hat sie sich zum Ziel gesetzt. Eine Ausbildung als Lehrerin für achtsamkeitsbasierte Stressreduktion ist dafür eine gute Voraussetzung. „Achtsamkeit ist heute fast ein Schlagwort geworden“, weiß die Pastorin. „Ich verstehe darunter die Fähigkeit, im gegenwärtigen Moment präsent zu sein, sich körperlich zu spüren und die eigenen Gedanken und Gefühle wahrzunehmen. Selbst im größten Trubel kann so innere Ruhe entstehen.“

Dass Achtsamkeit, stilles Sitzen, Schweigen und Körperwahrnehmung geduldig geübt werden müssen, weiß Tergau-Harms. In der Kirche der Stille finden Menschen ungeachtet ihrer Glaubenseinstellung dazu reichlich Angebote. „Coronabedingt können wir erst jetzt wieder Seminare, Workshops oder Themenabende anbieten“, sagt die Pastorin. So lädt sie am Sonnabend, 12. März, zu einem kostenlosen „Schnuppertag“ von 10 bis 13 Uhr in die Kirche der Stille ein, bei dem Interessierte verschiedene Formen der Meditation, Stille- und Körperübungen kennenlernen und auch ausprobieren können. Wer tiefer einsteigen will, kann dann an weiterführenden Angeboten wie „Herzensgebet“, „Meditatives Singen“, „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ oder „Handauflegen“ teilnehmen.

.... den vollständigen Artikel finden Sie auf der Homepage der Landeskirche - weiterlesen     

Information: Für den Schnuppertag am Sonnabend, 12. März, können sich Interessierte auf der Homepage der Kirche der Stille unter www.kirche-der-stille-hannover.de anmelden.

Stille als Kraftquelle

KiTa-Team zu Gast in der Kirche der Stille

Foto: Tergau-Harms
Foto: Tergau-Harms

Auf einmal ist es ganz still. Eben noch waren die Mitarbeitenden der Kita beim Hereinkommen munter im Gespräch, und auf einmal nimmt die Kirche die Menschen hinein in ihre besondere Atmosphäre. Das Kita-Team ist zu einem Fortbildungstag in die Kirche der Stille gekommen. Das passt, denn das Thema heißt: Entspannung und Meditation. In einem Kreis bunter Isomatten um eine Lichtermitte, von unten gewärmt durch die Fußbodenheizung, dürfen die Erzieher:innen es sich gemütlich machen. Heike und Armin Rathmann aus Sehnde verantworten als Gesundheitsfachleute das inhaltliche Programm des Tages, leiten an zu Entspannungs- und Meditationsübungen und weiten den Blick für das, was auch mit Kindern machbar ist. Kita-Leiterin Esther Michelhans legt großen Wert auf regelmäßige Fortbildung zur Qualifikation und Pflege der Teamkultur.
Wie wohltuend die Stille auf dem Kronsberg ist, stellt das Team fest, das sonst von einem hohen Geräuschpegel quirliger Kinderstimmen umgeben ist. Und wie gut und wichtig es ist, sich Zeit für Entspannung und Reflexion zu nehmen, um Kraft zu tanken für den stressigen Berufsalltag. Das ist auch noch Tage später wohltuend spürbar.
Der äußere Abstand am anderen Ort erleichtert es, auch innerlich Abstand zu finden. Für die neue Pastorin in der Kirche der Stille war es ein Glück, das Kita-Team zu Gast zu haben, den Fortbildungstag miterleben zu können und so einen wichtigen Bereich der Gemeinde kennen zu lernen. Die offene, aufgeschlossene Atmosphäre im Team war sehr beeindruckend, und was besonders in Erinnerung bleibt, ist das fröhliche Lachen.

Einführung der neuen Leiterin des Stadtklosters – Kirche der Stille

Foto: Dieter Schmuderer
Foto: Dieter Schmuderer

Am 2. Advent 2021 wurde Pastorin Christine Tergau-Harms im Kirchenzentrum Kronsberg durch Superintendent Thomas Höflich in ihren Dienst als neue Leiterin im Stadtkloster – Kirche der Stille eingeführt. Auch wenn der Schatten von Corona darüber lag, kein Gesang erklang und viele bedauerten, nicht dabei sein zu können – es gab ein herzliches Willkommen von den Menschen aus Stadtkloster, Kirchengemeinde, Politik und Ökumene. Eine Atmosphäre von Vorfreude war spürbar, dass es bald weitergehen und neuanfangen möge nach langer Vakanz- und Coronapause.  

Leitspruch und Kontaktkärtchen

Foto: K.-M. Harms
Foto: K.-M. Harms

„In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke“ – diesen Zuspruch aus dem Jesajabuch wählte die neue Leiterin in ihrer Ansprache als Leitvers für die neue Wegstrecke der Kirche der Stille und machte auf humorvolle Weise Mut, sich auf den Weg in die Stille zu wagen.
„Im Sommer habe ich gehofft, dass wir vorsichtig einiges wieder beginnen könnten, was lange nicht stattfinden konnte. Jetzt werden wir Geduld über den Winter brauchen“, bedauerte Christine Tergau-Harms. „Aber wir haben Möglichkeiten: Was wir entstehen lassen können in diesem Winter, ist Kontakt.“
Ein achteckiges Kontaktkärtchen erhielten die Gottesdienstfeiernden, um es zu nutzen und weiterzugeben an die, die nicht dabei sein konnten oder die den Kontakt brauchen könnten. Mit einem kleinen Symbol in jeder Ecke lud die neue Leiterin zu vier Möglichkeiten der Kontaktaufnahme ein, um die Menschen und die Geschichte des Stadtklosters – der Kirche der Stille kennen zu lernen und von ihren Erfahrungen und Wünschen zu hören und zu lesen. 

Wie aus dem Quadrat ein Achteck wird und ein Kreuz durchscheint, was das mit Taufe zu tun hat, und wie die vier Icons in den Ecken zugleich die tragenden Säulen einer evangelisch-lutherisch profilierten Kirche der Stille symbolisieren, führte Christine Tergau-Harms in ihrer Ansprache aus und zeigte sich dankbar für das Willkommen und die Verortung der Kirche der Stille in einem besonderen gemeindlich-ökumenischen System.

Pastorin Christine Tergau-Harms ist neue Leiterin im Stadtkloster – Kirche der Stille

Foto: Luis Crossa

„Die schönste Aufgabe, die ich mir vorstellen kann“

... sagt Pastorin Christine Tergau-Harms.

Die Pfarrstelle in der Kirche der Stille ist wieder besetzt. Am 1. Dezember 2021 begann Christine Tergau-Harms ihre Arbeit im Stadtkloster im Kirchenzentrum auf dem Kronsberg.

In der neuen Aufgabe verbindet sich für sie vieles, was sie an Erfahrungen und Fähigkeiten mitbringt.
Persönliche Spiritualität als Kraftquelle für eine gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsweise zu entdecken und zu pflegen – das ist das Herzensanliegen der Seelsorgerin, die auch Sozialtherapeutin, Supervisorin und Coach ist. „Leben ist eine Suchbewegung nach Spiritualität“, sagt sie und ist gespannt darauf, Menschen auf dieser Suche zu begleiten und dabei selbst auf der Suche zu bleiben. Die oft unentdeckte Vielfalt an spirituellen Formen in der christlichen Tradition fasziniert die Theologin. Dies möchte sie auch Menschen zugänglich machen, die noch keine Berührung damit hatten.

Schwerpunkt der neuen Aufgabe ist ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm aus Workshops, Meditationsangeboten, Andachten, Gottesdiensten und Konzerten etc. mit dem Fokus auf Stille und Meditation. Gäste aus nah und fern sind eingeladen, unterschiedliche Formen kennen zu lernen, das Eigene zu entdecken und die persönliche Spiritualität zu vertiefen.

Aus ihren beruflichen Stationen im Gemeindepfarramt, als Referentin für geistliches Leben im Landesjugendpfarramt und als Referentin im Michaeliskloster Hildesheim – Ev. Zentrum für Gottesdienst und Kirchenmusik bringt Christine Tergau-Harms vielfältige Erfahrung als Seminarleiterin und Organisatorin mit und legt Wert auf erfahrungsbezogene, ganzheitliche Lernprozesse. Zurzeit ist sie im Zentrum für Seelsorge und Beratung für die Fachstelle für Supervision und Coaching zuständig und wirkt in der Seelsorgeausbildung für Ehrenamtliche mit.

Christine Tergau-Harms ist zertifizierte Lehrerin für achtsamkeitsbasierte Stressbewältigung und Meditation (MBSR®-Lehrerin). Sie freut sich darauf, Impulse aus diesem auf Meditations- und Achtsamkeitsübungen basierenden Programm in ihre Arbeit in der Kirche der Stille einzubringen. Wie dies mit christlichen Spiritualitätstraditionen ins Gespräch gebracht werden kann, findet sie eine spannende Frage.

Leiterin des Stadtklosters - Kirche der Stille:

Pastorin Christine Tergau-Harms
Sticksfeld 6 / Thie 8
30539 Hannover